Montag, 22. Februar 2021

Guten Morgen : )

Na das war ja mal wirklich ein Markt wie auf Bestellung am letzten Freitag. DAX ist exakt dem Szenario gefolgt, hat 14.019 touchiert um dann wieder zurück zu fallen, Dow läuft in die rote Zone (H1), dann auch noch exakt auf die später im LiveChart gezeigte 31.643 um dann ebenfalls wieder auf Start zurück zu fallen. Besser hätte es kaum laufen können. Damit sind die Märkte nicht nur dem Blog gefolgt, den ich ja am Vorabend schreibe, sondern auch präzise allen Vorab-Beschreibungen in der Gruppe bzw. dem LiveChart. 

Nun, heute ist Montag, und da ist meistens Zurückhaltung angesagt, aber ich schätze, das könnte heute mal anders sein. Nicht allzu selten, das gebe ich zu, kriege ich Montags gerne mal eins auf den Deckel vom Markt, wenn ich mich im Blog zu weit aus dem Fenster lehne, aber ich mache es trotzdem. Ich will  nicht den Wahrsagerpreis 2021 gewinnen, sondern, der Grund ist einfach der, dass es gut möglich ist, dass wir heute den Daily brauchen werden, um den Überblick zu behalten. Daher beschreibe ich zumindest mal das mögliche Szenario.

Ob das nun eintrifft, hängt für meine Begriffe stark davon ab, wie wir um Mitternacht eröffnet haben. Nun könnte ich es mir einfach machen und das abwarten, aber ich weiss auch, dass einige meinen Blog vor Mitternacht lesen und denjenigen möchte ich mal einen Ansatz an die Hand geben, der aber an gewissen Kriterien hängt. Es sollte, um das realistischer werden zu lassen, mit einem Downgap eröffnen. Passiert das nicht bzw. ist das nicht passiert, wird es schwieriger.  

Sehr oft zeigt sich im Dow ein recht simpler Trading-Ansatz, und der heisst: Short bei Downgap um Mitternacht. 50-100 Punkte sind da fast schon Usus, der SL gehört dabei einfach über die letzte Stundenkerze welche vor dem Gap liegt. Dass das keine Empfehlung ist, sollte bitte jedem klar sein, denn es ist durchaus auch eine Frage der Übung, Fehlsignale nicht erst dann zu erkennen, wenn der SL gerissen wurde. Ein „funktioniert-immer“ gibt es nicht an der Börse, es gibt nur Wahrscheinlichkeiten, manche sind besser, manche schlechter und wenn man die besseren konsequent verfolgt, wird man unterm Strich nunmal Geld verdienen. Verfolgt man sie aber nur hin und wieder, wird Murphys Law einen mit Verlust strafen. So sind die Naturgesetze. Anders ausgedrückt, mach es immer oder mach es nie. Wer das mal begriffen hat, dem sollte auch klar sein, dass es so etwas wie eine Handelsempfehlung für einen einzelnen Trade gar nicht geben kann, nicht wenn es seriös ablaufen soll. 

Ohne jetzt hier zu sehr ins Detail zu gehen und zu orakeln: Bei einem Downgap liegt die maximale Korrekturgrenze bei etwa 31.515 im Daily. Viel mehr darf da nicht drauf kommen, und wenn es dabei bleibt, und zwar – OHNE – dass wir zuvor etwa 31.375 zu deutlich unterschritten haben, dann packen wir womöglich den Tageschart aus und suchen hier die Levels, weil der H1 dann vermutlich erstmal Pause hat. 31.027, klar, die würde bei dem Szenario bremsen, aber nichts ausrichten können. Interessanter würde dann vielmehr der Bereich ab 30.943 und demnach unverändert 30.800. Ich rücke nicht von diesem Level ab. Aber es geht mir, und das sollte wirklich jeder verstanden haben, der tagsüber mitliest, überhaupt gar nicht darum, unbedingt fallen zu wollen oder Recht zu behalten, denn wie sonst wäre ein Strong-Long-Only-Handel, wie ich ihn am Freitag bis in den späten Nachtmittag hinein beschrieben habe, gar nicht denkbar. Ich bin Daytrader, kein Prophet. Aber, für meine Begriffe ist es ungemein wichtig, auch zu erkennen, was der Markt will und was zu tun ist, wenn plötzlich Levels überlaufen werden. 

Update 08:00h – Der Dow hat mit einem Aufwärtsgap, bei exakt 31.515 eröffnet. Damit war das direkte Short-Szenario natürlich erst einmal hinfällig. Aber – die letzten Highs bei 31.584 konnten nicht überboten werden, das Gap wurde geschlossen, und anschliessend nochmal mit neuem Low durchquert. In Anbetracht dessen, dass wir nun auf der Oberseite gescheitert sind, und das Gap sich quasi schon als Exhaustion-Gap darstellt, wird der Rest des Szenarios dennoch wahrscheinlich. Ungleich problematischer wird hier natürlich die Begrenzung des Risikos, denn, als Short-Swing betrachtet, müsste  man das Tageshoch bei 31.57x bzw. die alten Highs bei 31.584 unverändert als Grenze für ein Gelingen akzeptieren. 

DAX … der würde sich dem Szenario natürlich anschliessen, zumal, wenn er ebenfalls mit einem Downgap reinkommen sollte, einen bestätigten Fehlausbruch bis 14.020 im Nacken hätte, und der wird in der Regel beantwortet. Würde für ihn heissen: Korrektur bis maximal etwa 13.950 mit anschliessendem Abtauchen bis zum Corona-Gap (ab 13.550) mit kurzer Bremse bei 13.700 etwa. 

Nochmals zusammengefasst: Ich behaupte ganz klar nicht, dass es so kommt, ich sage eigentlich wie immer nur: Man muss wissen, was relevant ist und was nicht, vor allem dann, wenn das Volumen mal kurz zu nimmt. Und es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kommen, ob nun heute oder erst in ein paar Tagen. 

Denn es sind genau solche Tage, die einen ungeübten Taghändler gerne mal die Performance von Wochen zu Nichte machen lassen, nicht selten das Konto sogar gen Null drücken. Daher kann ich gar nicht oft genug darauf hinweisen, dass das meines Erachtens kurz bevorsteht. Viel besser, wenn man das erkennt, und an solchen Tagen vielleicht sogar in der Lage ist, ganz entspannt eine Outperformance im zweistelligen Prozentbereich abzuliefern, statt schweissgebadet versucht den letzten Cent zu retten. 

Euch allen gutes Gelingen und viel Erfolg 🙂

(Legende zur Darstellung und zum Handelsansatz)

 

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